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Ratgeber

Warenbeschaffung: Woher die gute Ware kommt

Inserate, Flugzettel, Mundpropaganda, Bekannte und Verwandte: die bewährten Wege, an verkäufliche Flohmarktware zu kommen, und wie Profis dabei vorgehen.

Die klassischen Quellen

Gute Ware kommt selten von allein. Die verlässlichsten Quellen sind seit Jahrzehnten dieselben: eigene Inserate („Kaufe Hausrat, Bücher, Antiquitäten“), Flugzettel in der Region, Mundpropaganda über zufriedene Kunden sowie Bekannte und Verwandte, die von Auflösungen und Übersiedlungen erfahren, bevor sie öffentlich werden.

Wer regelmäßig kauft, wird weiterempfohlen. Der Ruf als fairer Käufer ist das wertvollste Werkzeug der Warenbeschaffung: Wer beim Ankauf drückt, bekommt den zweiten Anruf nicht mehr.

  • Inserate in Regionalzeitungen und auf Online-Plattformen laufend geschaltet lassen, nicht nur einmalig.
  • Flugzettel mit Abreiß-Telefonnummer in Supermärkten, Trafiken und Gemeindeämtern aushängen.
  • Haushaltsauflösungen und Verlassenschaften: schnell, verlässlich und besenrein anbieten, das öffnet Türen.
  • Visitenkarten immer dabeihaben; die beste Ware wird einem angeboten, nicht gefunden.

Fair kaufen, richtig kalkulieren

Beim Ankauf entscheidet sich der spätere Gewinn. Faustregel der Profis: Der Einkaufspreis soll höchstens ein Drittel des realistisch erzielbaren Verkaufspreises betragen, denn Standgebühren, Fahrtkosten und unverkäufliche Anteile wollen mitverdient sein.

Bei größeren Konvoluten ehrlich bleiben: lieber ein fairer Pauschalpreis mit klarer Ansage, was wertlos ist, als ein Streit im Nachhinein. Und bei mutmaßlich wertvollen Stücken vor dem Ankauf eine Schätzung einholen, siehe unser Ratgeber zu Schätzungen.

Häufige Fragen

Woher bekomme ich gute Flohmarktware?

Bewährt sind eigene Kauf-Inserate, Flugzettel in der Region, Mundpropaganda sowie Bekannte und Verwandte, die von Haushaltsauflösungen und Übersiedlungen erfahren. Wer als fairer Käufer bekannt ist, bekommt die besten Angebote.

Wie viel darf ich beim Ankauf zahlen?

Faustregel: höchstens ein Drittel des realistisch erzielbaren Verkaufspreises. Standgebühren, Fahrtkosten und unverkäufliche Anteile müssen mitverdient werden.

Was mache ich mit mutmaßlich wertvollen Stücken aus einem Konvolut?

Vor dem Weiterverkauf schätzen lassen, zum Beispiel per Foto über eine Gratis-Schätzung. Wertvolle Einzelstücke gehören zum Fachhändler oder Sachverständigen, nicht ungeprüft auf den Flohmarkt-Tisch.

Noch Fragen? Reden wir darüber.

Jede Situation ist anders. Im persönlichen Gespräch mit Herrn Jahrbacher klären wir, was für Sie am Flohmarkt wirklich zählt.

Dieser Ratgeber gibt Erfahrungswissen aus der Praxis weiter und ersetzt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an Wirtschaftskammer, Steuerberater bzw. Ihre Versicherung.